Mit diesem Beitrag will ich euch dazu ermutigen, im Alltag mutig und kreativ zu sein.
Wie ich darauf komme?
Ich hab in der letzten Zeit an einem Kreativ-Projekt mitgemacht und mich dabei viel mit dem Thema Kreativität auseinandergesetzt. Das hat mich dazu ermutigt, mal wieder selbst öfter was Kreatives zu machen. Dadurch hab ich wieder Zugang zu meiner eigenen Kreativität gefunden habe. Ich hab dabei erlebt, wie dabei viele neue Ideen fließen, die ich vorher durch viel Kopfzerbrechen quasi erzwingen wollte.
So hab ich in letzter Zeit eine starke Begeisterung für Kreativität und kreatives Handeln entwickelt. Und jetzt hab ich das Bedürfnis, diese Begeisterung mit anderen zu teilen.
Dieser Beitrag ist ein bisschen durcheinander. Aber es passt eigentlich ganz gut zum Thema. Kreativität. Denn bei Kreativität geht es nicht um Perfektion, sondern um Einzigartigkeit, dass etwas Unerwartetes passieren darf und es soll Abwechslung mit sich bringen.
Also, erstmal eine Definition: Kreativität ist schöpferische Kraft, bzw. kreatives Vermögen
Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist
Lateinischer Ursprung: Das Wort leitet sich vom lateinischen Verb “creare” ab, was so viel wie “erschaffen”, “schaffen”, “erzeugen” oder “neu schöpfen” bedeutet.
Erstes Beispiel in der Bibel:
DER ANFANG SELBST: Gott erschafft Himmel und Erde.
Und Gott erschafft auch uns Menschen. Nach seinem Bild. Er legt somit die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, auch in uns hinein.
Kreativität ist also Teil deiner gottgegebenen DNA.
Und wie bringst du sie praktisch aus dir hervor?
Erstens Mal solltest du dir dessen bewusst sein, dass Gott jedem Menschen, somit auch dir Gaben geschenkt hat und du daher Kreativität wirklich in dir hast. Denn wenn du die Lüge glaubst, dass du nicht kreativ bist, weil du das bisher nicht erlebt hast, dann wird dich diese Lüge blockieren, auszuleben, was eigentlich in dir ist.
Das ist genauso, wie wenn du nicht glaubst, dass du als neue Schöpfung in Christus, Gottes eigene Kraft in dir hast und stattdessen alles aus deiner eigenen Kraft machst – und die gottgegebene Kraft, die eigentlich in dir ist – einfach nicht zur Entfaltung kommen lässt.
Kleiner Exkurs:
Nur durch Glauben der Wahrheit bestimmter Fähigkeiten in dir kannst du diese Fähigkeiten auch aktivieren.
Und wie gesagt, ich rede hier nicht von irgendwelchen affirmierten Kräften oder so, sondern diese Fähigkeiten, von denen Gott in seinem Wort sagt, dass wir sie in Christus haben. Und das Wort Gottes IST die Wahrheit!
Exkurs beendet.
Und zweitens solltest du dann einfach mal ins Machen kommen. Im Vertrauen darauf, dass die Ideen dann kommen werden, weil die Kreativität ja Teil deiner Natur ist.
Wenn etwas „natürlich“ ist, dann fließt es von alleine, solange man es nicht blockiert. Durch falsche Gedanken und Glaubenssätze können wir tatsächlich leider viel blockieren. Daher – ganz wichtig- nochmal zur Aussage von vorher: glaube der Wahrheit – in dem Fall, dass du Kreativität in dir hast – und leg einfach mal los.
Am besten aktivierst du deine Kreativität, indem du einfach etwas kreatives machst, wie: etwas malen, oder ausmalen. Oder du nimmst ein Lied, das du gerne magst und überlegst dir spontan, wie du die Melodie an einzelnen Stellen etwas änderst… und machst deine eigene Version daraus.
Oder du setzt dich an ein Klavier und spielst irgendwas drauf los.
Das Ziel ist dabei nicht, direkt ein perfektes Kunstwerk zu gestalten. Sondern einfach ins aktive Machen zu kommen, sodass deine Kreativität aktiviert wird und das herausfließen kann, was wirklich in dir ist.
Vergleich es mal mit einem Jugendlichen, der keine Ahnung hat, was er beruflich machen will. Weil er nicht wirklich erkannt hat, worin er gut ist. Vielleicht einfach deshalb, weil er mit seinem eigentlichen Talent und seinen Gaben noch nie praktisch konfrontiert war?
Was ist das Beste, das er machen kann? Richtig: Praktika.
Er kann sich überlegen, was ihm vielleicht Spaß machen könnte und dann in verschiedenen Bereichen ein Praktikum machen und einfach mal ins Handeln kommen. Dann wird er ja sehen, ob das etwas für ihn ist oder nicht. Denn wir wissen alle, dass theoretische Vorstellung und echte Praxis oftmals sehr weit auseinanderliegen.
Nächster Gedanke, um dich zu überzeugen, dass Kreativität Teil deiner Natur ist: Schau dir Kinder an!
Als Kinder machen wir uns nicht viele Gedanken, um irgendwelche Theorien oder Systeme. Und wir machen uns auch keine Gedanken darum, wie diese Welt funktioniert, bzw. wie sie nicht funktioniert. Wir SIND einfach. Und in diesem Sein, MACHEN wir auch etwas.
Und was machen Kinder?
Sie malen, basteln, bauen Gebilde aus Holzklötzen. Sie leben ihre Kreativität voll aus. Ganz natürlich. Und sie machen Sport, essen, spielen und genießen einfach das Leben.
Als Erwachsene leben wir in Systemen, die uns zeigen, wie die Welt angeblich am besten funktioniert. Das Problem ist: Es geht dabei nur um Effizienz. Wie man gute Leistung bringt und wie man möglichst erfolgreich ist.
Wozu man uns nicht ermutigt, ist einfach nur zu SEIN. Zu Ruhen. Langeweile zuzulassen. Mal irgendetwas zu machen, ohne den Anspruch zu haben, dass es gut sein muss, sondern sich einfach mal nur auszuprobieren.
Wir haben also verlernt, was für uns als Kinder komplett selbstverständlich war. Wir haben das verlernt, was uns den Zugang zu unserer Kreativität eröffnet, und sie fließen lässt.
Wir haben uns in Leistung und Theorie verloren.
Ein Lehramtstudium beispielsweise besteht aus: 4 Jahren lernen und 1-2 Jahre Praxis- also das Referendariat. Und in diesem Praxisjahr erkennen dann viele angehende Lehrer, dass das alles doch nichts für sie ist. Und brechen das Studium ab, obwohl sie schon so viel Zeit und Geld da reininvestiert haben.
Mal ehrlich, was sind das eigentlich für Systeme, in denen wir leben?
So wie der Mensch nicht für den Sabbat geschaffen ist, sondern der Sabbat für den Menschen, um ihm Erholung zu gönnen… so ist die Theorie doch für die Praxis geschaffen. Und nicht die Praxis für die Theorie.
Wenn es also um Praxis geht, dann lasst uns doch beständig darin bleiben. Uns mit Problemen konfrontieren, aus der Comfort-Zone rauskommen, um unsere Problemlösungsfähigkeit mal zum Zuge kommen zu lassen. Vielleicht entstehen dabei bahnbrechende Ideen und neue innovative Erfindungen, die dein Leben und das Leben von vielen Menschen verbessert und bereichert.
Und lasst uns die Angst vor dem Versagen verlieren. Großartige Erfindungen oder Entdeckungen sind mehr als nur einmal aus vermeintlichen Fehlern entstanden.
Beispiel ist die Geschichte der Entdeckung von Penicillin.
Wusstest du, dass Alexander Flemming Penicillin nur aus „Zufall“ entdeckt hat, weil er vor einer Reise vergessen hat, „aufzuräumen“?
Dann kam er zurück und stellte fest, dass in einer seiner Petrischalen mit Staphylokokken-Bakterien ein Schimmelpilz gewachsen war: Das Penicillium Notatum.
Die Entdeckung eines bahnbrechenden, segensreichen Medikaments, das bereits vielen Menschen, Heilung und Genesung geschenkt hat, kam zustande, aufgrund menschlicher Unaufmerksamkeit.
Perfektion ist der Endgegner von Kreativität
Wenn wir bestens vorbereitet sein möchten, um dann erst in die Praxis zu gehen, dann werden wir vielleicht nie anfangen. Denn wann ist jemand wirklich bereit? Fürs Mutter sein zum Beispiel. Ganz ehrlich, jede Mutter erzählt davon, dass sie mit einem Baby an ihre Grenzen gekommen ist. Egal, ob es eine Teenage-Mum ist, eine Frau die zusätzlich zur Familie Karriere machen will, oder auch eine seit Jahren verheiratete Hausfrau.
Oder wird eine frisch ausgelernte Person direkt schon einen perfekten Job machen? Nein, insbesondere Anfänger machen noch viele Fehler. Die länger Ausgebildeten sind auch nur deshalb so gut, weil sie viel praktische Erfahrung haben und weil sie aus ihren zahlreichen Fehlern gelernt haben. Und fehlerfrei werden sie trotzdem nie sein.
Jeder Mensch macht Fehler. Und gerade, weil wir das genau wissen, sollte Angst vor Fehlern uns niemals blockieren, ins Handeln zu kommen und das Abenteuer Leben, einfach zu leben.
Was ich auch noch gern empfehlen möchte, ist dass du dich in deinem Umfeld sozial engagierst: sei es in deiner Gemeinde mitzuarbeiten, oder ein Ehrenamt auszuüben… oder vielleicht selbst mal ein spontanes Wochenend-Programm für Kinder oder Jugendliche aufstellst und in Schulen Werbung dafür machst.
Mach‘s ohne ausgeklügelten 10-Punkte-Plan, der alle Eventualitäten berücksichtigt. Lass die Kontrolle los und lass dich einfach auf die Reise ein… auch wenn du das Ziel (noch) nicht kennst. Brich auf zu neuen Ufern. LEBE. Und wer weiß… vielleicht stößt du dabei sogar auf deine Bestimmung?
Wie du das dann weißt?
Du wirst es spüren. Gott wird’s dir zeigen.
Und Gott selbst? Ist immer mit uns. Er sitzt am Spielfeldrand und feuert uns an.
Inmitten der Herausforderungen solltest du als sein Kind nicht vergessen, dass Gott in dir lebt. Und dass du immer und überall auf seine Kraft zurückgreifen und sie nutzen darfst.
Also… auf die Kreativität, fertig, los!