Tiefere geistliche Dimensionen vs. kurzfristiger irdischer Genuss- Was FASTEN in deinem Leben bewirken kann

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Zu Beginn dieses Beitrags möchte ich mit ein paar verschiedenen Bibelversen starten.

Als wiedergeborenes Kind Gottes lebst du im Geist. Und dein Geist befindet sich an himmlischen Örtern, bzw. Regionen. So sagt es uns die Bibel in Epheser 2:6

„Und er hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus.“

In Kolosser 3:1-3 lesen wir:

„Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“

Und Johannes 17:14-16 spricht darüber, dass wir als Nachfolger Jesu zwar in dieser Welt sind, aber nicht von dieser Welt sind.

Zu guter Letzt noch eine Stelle aus Galater 5:25

„Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.“

Also nochmal zusammengefasst: Als Kinder Gottes, deren Geist lebendig gemacht wurde – also als eine geistliche Wiedergeburt erlebt haben – leben wir im Geist.
Unser Geist ist eins mit dem Geist Jesu und dies ist unsere wahre Identität: Wir sind in Christus.

Unsere wahre Identität ist also im Geist.

Doch wie wir in Galater 5:25 lesen können, haben wir die Wahl – wenn wir im Geist leben, im Geist oder auch nicht im Geist zu WANDELN. Die Alternative ist, im Fleisch – also nicht unserer neuen Natur entsprechend, sondern unserer alten Natur entsprechend zu handeln. Uns quasi von unserer alten Natur steuern und bestimmen lassen.

Wir alle wissen, dass dies ein täglicher Kampf ist.

Aber die Bibel zeigt uns, dass wir bestimmte „Werkzeuge“ haben, die uns helfen, unseren Geist zu stärken, damit wir mehr und mehr unserer wahren Natur – dem Geist entsprechend – zu handeln.

Eines davon ist das Fasten.

Weil wir uns als Gemeinde intensiv mit dieser biblischen Praktik stark auseinandergesetzt haben, haben vorletztes Jahr ein paar Leute von uns (u.a. auch ich) zusammen ein Buch über das Fasten geschrieben.
Es heißt „21 Tage Fasten – Gott und ich“.

Im folgenden liest du einen Abschnitt aus dem 8. Kapitel des  Buches: „Perspektive Ewigkeit“.

Diese Stelle zeigt dir bildlich auf, warum es sich lohnt, auf irdischen Fast-Food Genusskonsum eine kurze Zeit zu verzichten und welchen langwährenden viel größeren geistlichen Segen du dafür als Belohnung erhältst.

„Wenn wir fasten, entscheiden wir uns, uns von Irdischem zu trennen, um mit Göttlichem verbunden zu werden. Wir trennen uns von fleischlichen Dingen, um für ewige Dinge empfänglicher zu werden.

Um das etwas mehr zu verdeutlichen, sehen wir uns noch ein Beispiel aus dem Alten Testament an. In 1. Mose 25 finden wir die Begebenheit zwischen den Brüdern Jakob und Esau. Nach der damaligen Tradition wurde der Erstgeborene vom Vater gesegnet, das bedeutete, dass er die Familie weiterführen würde, in allem reich gesegnet werden und immer Gelingen haben würde. Sie waren zwar Zwillinge, doch Esau wurde als erster geboren und hatte somit das Erstgeburtsrecht.

Eines Tages kam Esau von der Feldarbeit und war sehr hungrig. Jakob kochte gerade ein Linsengericht und der Duft erfüllte das Haus. Esau wurde dadurch vermutlich noch hungriger, denn es heißt, dass er das Gericht ,hinunterschlingen” wollte. Doch Jakob stellte eine Bedingung. Er nutzte den gewaltigen Hunger seines Bruders aus und verlangte im Gegenzug das Erstgeburtsrecht. Esau hatte keine Perspektive Ewigkeit. Er hatte einfach nur Hunger. Er stand einer Versuchung gegenüber, ähnlich wie Adam und Jesus. Er erachtete das Erstgeburtsrecht als etwas Wertloses und verkaufte es für eine Linsensuppe.

  1. Mose 25:34

“Und Jakob gab Esau Brot und einen Linseneintopf; dann aß und trank er, stand auf und ging seines Weges. So verschmähte Esau sein Erstgeburtsrecht.”

Esau ,verschmähte” sein Erstgeburtsrecht. Er hätte nur eine kurze Zeit fasten müssen, um sein Erstgeburtsrecht zu behalten. Er kam vom Feld und wollte essen. Alles, was er hätte tun müssen, war, sich ein wenig zu gedulden und sich nicht dem Drängen seines Körpers hinzugeben. Eine kurze Fastenzeit hätte ihm also sein Erstgeburtsrecht gesichert. Jakob dagegen hatte zwar kein Erstgeburtsrecht, entschied sich aber, das Essen warten zu lassen.

Er verschmähte das Erstgeburtsrecht nicht und hatte eine völlig andere Perspektive, weil er verstand, wie wertvoll dieser Segen war.
Er gab sein Essen auf, um etwas viel Größeres zu erhalten. Es war nichts Materielles, kein Dokument oder ein wertvoller Gegenstand. Es war ein lebenslanger doppelter Segen.

Also tauschte der eine das Linsengericht gegen das Erstgeburtsrecht und der andere das Erstgeburtsrecht gegen das Linsengericht. Der eine war irdisch und fleischlich gesinnt, was ihm nur kurzfristige Befriedigung brachte. Dabei zahlte er jedoch einen sehr hohen Preis, den er erst zu schätzen wusste, als es bereits zu spät war (Hebräer 12:17).

Der andere dagegen brachte ein kurzes und kleines Opfer im Fleisch, um einen langfristigen und viel höheren Gewinn im Geist zu erzielen.

Und genau darum geht es beim Fasten. Wenn du dich entscheidest, eine Fastenzeit zu beginnen, wählst du das Geistliche und Ewige und ziehst es dem Fleischlichen und Irdischen vor. Deine Perspektive ändert sich. Du kannst wie Esau nach dem Fleisch leben und viele geistliche Segnungen verpassen. Oder du machst es wie Jakob und sagst:

Herr, ich liebe es, zu essen. Aber noch mehr liebe ich dich. Ich will mehr von dir. Ich will mehr von deinem Segen und deiner Gunst. Deshalb bin ich bereit für eine Zeit mein Linsengericht beiseitezulegen, um mehr von deinem Segen zu erleben.”

 

Wie nutzt du deine freie Zeit im Alltag? Nimmst du dir regelmäßig Zeit, Gottes Angesicht zu suchen, Lobpreis zu machen, die Bibel zu lesen und zu studieren? Oder ziehst du es stattdessen vor, regelmäßig deine Serie zu schauen, Social Media zu konsumieren, oder immer nur Qualitätszeit mit Freunden statt mit Gott zu verbringen?“

So viel aus dem Buch.

Was macht es mit dir, wenn du diese Geschichte aus der Bibel liest? Welche Gedanken kommen dir? Hat es Einfluss auf deine Perspektive darauf, wie du Fasten, Verzicht und geistliche Segnungen siehst?

Nimm dir Zeit jetzt nach diesem Beitrag darüber nachzudenken. Lies die Geschichte in 1. Mose 25 gerne nochmal nach, wenn du willst und reflektiere im Gebet dein eigenes Leben.

Wo kannst du durch Fasten von Essen oder Social Media, oder mehr Zeit im Gebet, für Gott mehr Raum schaffen, damit du deine Verbindung zu Gott intensiv stärken kannst? Und damit du, indem du dich mehr nach Gott und den ewigen Dingen ausstreckst, die geistlichen Segnungen besser empfangen kannst?

Vielleicht möchtest du in diesem Jahr auch eine Fastenzeit starten…
Wenn du dir dafür Unterstützung wünschst und mehr über biblisches Fasten lernen möchtest, dann empfehle ich dir auf jeden Fall das Buch „21 Tage Fasten – Gott und ich“.

Sehnst du dich nach einer tieferen Beziehung zu Gott? Möchtest du Seine Stimme klarer hören und in deiner Jesus-Nachfolge wachsen? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich.

Der erste Teil besteht aus praktischer biblischer Lehre und der zweite Teil besteht aus 21 Andachten, um dich auf einer persönlichen 21-tägigen Fastenzeit zu begleiten.

Das Buch ist voller praktischer Hilfen, um im biblischen Verständnis, aber auch praktisch im Fasten zu wachsen.

Den Link, unter dem du das Buch bestellen kannst, findest du hier: https://kaleo-buch.de/products/21-tage-fasten-gott-und-ich-buch-paperback-jetzt-vorbestellen

Ich wünsche dir ein reichliche gesegnetes neues Jahr 2026 und viele tiefe, wertvolle Begegnungen – mit Gott und deinen Mitmenschen.

Video zum Post:

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