Kannst du eigentlich dem Alten Testament viel abgewinnen?
Ich kenne einige Christen, die mit dem Alten Testament eher nicht so viel anfangen können, bzw. sich damit oft überfordert fühlen und sich beim Lesen daher die meiste Zeit sozusagen im Neuen Testament aufhalten.
Das kann ich persönlich nur teilweise nachvollziehen.
Unabhängig davon, dass es schon wichtig ist, die Schriften im Alten Testament aus der Brille des neuen Testaments und des vollständigen Bundes zu betrachten, wurde ich trotzdem von den Geschichten im Alten Testament oft sehr ermutigt.
Gott ist schließlich derselbe. Und Er war auch im Alten Bund schon gnädig, liebevoll und treu. Und gerade in den Geschichten im Alten Testament sieht man oft deutlich, wie sehr es sich lohnt, Gottes Weg zu gehen, auf Ihn zu vertrauen und sich mit ganzem Herzen auf Ihn zu verlassen.
Ich persönlich finde: Mehr als sonst wo in der Bibel, sieht man in den Geschichten im Alten Testament, dass Gott Seine Diener aus allen Nöten errettet, dass er mächtig und übernatürlich eingreift, wenn man sich auf Ihn statt auf Menschen oder andere irdische Sicherheiten verlässt.
Eine dieser Geschichten will ich mir heute mit euch anschauen. Es ist die Geschichte vom jüdischen König Josaphat.
Es gibt einige Lektionen die, wir aus seinem Leben und seinen verschiedenen Umständen lernen können.
Deswegen möchte ich gerne eine kleine 4-teilige Serie starten.
Um den Kontext vom heutigen Teil richtig zu verstehen, empfehle ich dir vor oder nach diesem Beitrag das 17. Kapitel aus dem Buch 2. Chronik durchzulesen.
Kurz zur Info, für diejenigen, die die Geschichte vom Volk Israel nicht genau kennen: Nachdem der Sohn von König Salomo, Rehabeam, König wurde, kam es zu einer Teilung des Volkes Israel.
Und zwar blieb nur ein Stamm Rehabeam treu- nämlich der Stamm Juda. Daraus wurde dann das Königreich Juda.
Der andere Teil bestand aus den restlichen 11 Stämmen. Das Reich Israel.
Josaphat war einer der Könige aus dem Reich Juda.
Er war einer der wenigen guten Könige, der so lebte, wie es Gott gefällt.
Der keine Götzen anbetete und die Götzenanbetungskultur sogar komplett zerstörte.
Wie gesagt, er lebte Gott wohlgefällig und setzte auch Lehrer ein, die das Volk unterweisen sollte, wie man nach Gottes Geboten lebt.
In 2. Chronik 17: 3-5 lesen wir:
„Und der HERR war mit Josaphat; denn er wandelte in den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baale auf, sondern er suchte den Gott seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und handelte nicht wie Israel. Darum befestigte der HERR das Königtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, sodass er viel Reichtum und Ehre hatte.“
Wir sehen hier: Weil Josaphat Gott ehrte, festigte Gott sein Königtum. Und Er sorgte dafür, dass Josaphat große Gunst bei seinem Volk hatte. Sie beschenkten alle ihren König und so bekam er viel Reichtum und Ehre.
So war es tatsächlich auch bei König Salomo, als Gott ihn fragte, was er sich wünschte. Salomo bat nicht um egozentrische Dinge. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, die Aufgabe, die er von Gott bekam – nämlich das Volk Israel zu regieren – möglichst gut zu machen. Daher bat er Gott um Weisheit.
Gott war so glücklich über den Wunsch und das Herz von Salomo, dass Er ihm nicht nur die größte Weisheit gab, die ein Mensch jemals hatte, sondern Reichtum, Wohlstand und Ehre dazu.
2 Parallelstellen möchte ich hier nennen.
Sprüche 22:4
„Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.“
Und Matthäus 6:31-33
„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“
Wenn wir darauf achten, Gott immer an die erste Stelle zu stellen, Ihn zu ehren und zu fürchten… also Ihm mehr gefallen zu wollen, als den Menschen- und unser Herz nicht an Reichtum und irdische Dinge hängen, sondern uns von ganzem Herzen auf Gott zu verlassen… dann werden wir extrem gesegnet.
Wir werden ewiges Leben haben. Dieses wahre LEBEN, das nur in Christus und seiner Gegenwart zu finden ist. Er wird alles segnen, was wir tun. Mit Erfolg und Gunst, auch bei den Menschen. Und so werden wir auch irdisch reich beschenkt. Klar, das ist nicht immer der Fall- denn irdischer Reichtum ist schließlich auch nicht das, worauf es ankommt.
Die innere Fülle, die wir verspüren, wenn wir in Gottes Willen wandeln, sind sowieso ein viel größeres Geschenk als alle irdischen Reichtümer.
Wichtig ist immer vor allem, woran unser Herz hängt.
Du kannst allen möglichen irdischen Segnungen hinterher sein. Dich kaputt machen, weil du gefühlt Tag und Nacht hart arbeiten musst, um endlich ein schönes, bequemes Leben aufzubauen. Das dir dann Flexibilität und sogenannte finanzielle Freiheit ermöglicht.
Oder… du trachtest zuerst nach dem Reich Gottes und suchst danach, Gottes Willen zu erfüllen. Und Er wird dich leiten. In deine Bestimmung hinein. Du wirst die Dinge aus Seiner Kraft heraus machen und übernatürlich und erfolgreich sein. Wie gesagt- nicht immer ist das großer irdischer Wohlstand. Aber versorgen wird der Herr uns immer mit allem, was wir brauchen.
Denn… „den Seinen gibt es der Herr im Schlaf.“ Psalm 127:2
Der Psalm 127 ist von König Salomo, der genau diesen übernatürlichen Segen und Erfolg durch seine Gottesfurcht erlangte.
Psalm 127:1-2
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen; wenn der HERR nicht die Stadt behütet, dann wacht der Wächter umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst; solches gibt er seinem Geliebten im Schlaf!“
Ich sage nicht, dass sich harte Arbeit nicht auszahlt. Aber… es geht auch einfacher😊
Am Segen des Herrn ist alles gelegen. Das sollten die Kinder Gottes Wissen.
Das war’s tatsächlich für den heutigen Teil.
Beim nächsten Mal erfährst du, welche negativen Folgen Josaphat erlebt hat, weil er sich auf eine irdische Macht, bzw. auf ein Bündnis mit einem anderen König verlassen hat, der allerdings gottlos war- und wie dieser gottlose König Josaphat sehr beeinflusste.