Über geistliche Blindheit, Identität und die Freiheit, die Jesus schenkt.

Vielleicht hast du beim Anschauen des Videos etwas in dir wiedererkannt.
Nicht, weil alles neu war – sondern weil es etwas berührt hat, das schon  lange in dir da ist.

In Johannes 9 lesen wir von einem Mann, der von Geburt an blind war.
Jesus heilt ihn – doch das eigentliche Drama beginnt erst danach.
Der Mann wird hinterfragt, bewertet, angezweifelt und schließlich ausgestoßen. Nicht, weil er gelogen hat, sondern weil das, was Gott an ihm getan hat, nicht in das religiöse System passte, in welchem er sich befand.

Am Ende steht er allein da.
Und genau dort findet Jesus ihn wieder.

Nicht im Tempel. Nicht im System. Nicht in der Diskussion.
Sondern draußen – dort, wo alles weggebrochen ist.

Jesus stellt ihm nur eine einzige Frage:
„Glaubst du an den Sohn Gottes?“

Der Mann kennt die richtige Antwort nicht.
Er kennt keine Theologie. Er weiß nur eines:
Er will glauben. Er will sehen.

Und Jesus sagt zu ihm:
“Du hast ihn gesehen.”

Das ist der Moment, in dem nicht nur Augen geöffnet werden,
sondern Identität klar wird. Der Mann erkennt Jesus – und erkennt sich selbst neu.

Das ist mehr als eine Heilungsgeschichte.
Es ist ein Bild für viele Menschen heute.

Viele lieben Gott, glauben an Jesus und fühlen sich trotzdem innerlich müde, verunsichert oder blockiert.
Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil sie über Jahre gelernt haben, alles richtig zu machen – und dabei langsam verlernt haben, sich selbst, Gott und ihre eigene Identität klar zu sehen.

Religiöse Systeme können Sicherheit vermitteln, aber sie können auch blind machen. Der Fokus verschiebt sich von Beziehung zu Leistung, von Vertrauen zu Kontrolle, von Gnade zu Angst. Irgendwann stellen sich leise Fragen, die man kaum noch auszusprechen wagt:

Bin ich wirklich gerettet?
Wie sieht Gott mich wirklich?
Darf ich ehrlich sein – oder verliere ich dann Zugehörigkeit?

Vielleicht liebst du Gott und glaubst an Jesus – und merkst gleichzeitig, dass religiöse Erwartungen, Druck oder Angst dich innerlich blockieren.
Mit „Ich will sehen“ möchten wir Menschen unterstützen, die sich geistlich festgefahren fühlen und seelsorgerliche Begleitung suchen, um wieder klar zu sehen und ihre Identität in Christus neu zu entdecken. Oft ist da der Wunsch nach Veränderung, aber auch die Angst, vertraute religiöse Systeme zu hinterfragen oder zu verlassen – aus Sorge vor Ablehnung, dem Verlust von Gemeinschaft oder der Unsicherheit, wie es weitergehen soll. Genau hier setzt dieses Hilfsangebot an.

„Ich will sehen“ bietet persönliche, seelsorgerliche Begleitung für Menschen, die sich aus religiöser Enge lösen möchten, ohne ihren Glauben zu verlieren. Unser Anliegen ist es, dass innere Heilung, Freiheit und geistliche Klarheit Raum bekommen – damit Glaube wieder lebendig, ehrlich und tragfähig wird. Gleichzeitig richtet sich unser Herz auch an Gemeindeleiter, Pastoren und Verantwortliche. Wir glauben, dass gesunde Menschen gesunde Gemeinden hervorbringen. Darum möchten wir auch Leiter begleiten und stärken, damit in jedem Ort gesunde, lebendige Kirchen entstehen können – Räume, in denen Gottes Licht aufleuchtet, Menschen verwandelt werden und Kulturen von Seiner Liebe geprägt sind.

Unsere Vision ist es, den Glauben authentisch und leidenschaftlich weiterzugeben, von Generation zu Generation. Wir tragen die Fackel des Evangeliums weiter und wünschen uns viele lebendige Gemeinden, in denen Freiheit statt Angst herrscht, Wahrheit in Liebe gelebt wird und Menschen Jesus wirklich begegnen. In diesem Sinne verstehen wir unseren Auftrag im Licht des Missionsbefehls: zu gehen, zu begleiten, zu lehren und Menschen in eine reife, befreiende Nachfolge Jesu zu führen.

Wenn du dich darin wiederfindest – ob als Einzelperson oder als Leiter – und Unterstützung oder einfach nur Hilfe suchst,
bist du herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Schreibe uns eine Email an:
ichwillsehen@jesus-befreit.de
oder nutze das Kontaktformular unten.